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Was gegen den ewigen Griff zum Handy hilft

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Wer sich dabei ertappt, nur kurz aufs Smartphone schauen zu wollen und dann doch wieder minutenlang auf Social Media hängenbleibt, braucht nicht zwingend mehr Disziplin - sondern einen schlauen Hebel. Zwei simple Tricks setzen genau beim Automatismus an: Sie koppeln den Griff zum Handy an eine neue Routine oder machen ihn so „teuer“, dass man ihn eher hinterfragt.
1. Handy raus gleich Anruf
Manchem hilft vielleicht ein Trick aus dem Buch «Good Habits, Bad Habits» der britischen Psychologieprofessorin Wendy Wood, der in einem Online-Beitrag der Zeitschrift «Psychologie Heute» beschrieben wird.
Im Kern geht es darum, den gewohnheitsmäßigen Blick aufs Handy zu nutzen und ihn mit einer neuen Handlung zu verknüpfen. Wood schlägt etwa vor, jedes Mal, wenn Sie das Smartphone zur Hand nehmen, ein Familienmitglied anzurufen – gerade Großeltern freuen sich oft, regelmäßig die Stimme ihrer Angehörigen zu hören.
Der Effekt auf die Smartphone-Nutzung: Wer sich wirklich an diese neue Gewohnheit hält, werde sich zweimal überlegen, ob er oder sie das Handy überhaupt aus der Tasche holt, so Wood. Schließlich will man nicht ständig telefonieren. So steigt gewissermaßen der «Preis» für den Griff nach dem Smartphone.
2. Blick aufs Handy? Laut aussprechen, warum
Eine andere Verknüpfung, auf die unter anderem der Coach und Autor Joern Kettler verweist und die etwa für Familien funktionieren kann, sieht so aus: Jedes Mal, wenn jemand zum Smartphone greift, sagt die Person laut, warum sie das gerade tut.
«Ich wollte gerade ziellos durch Instagram scrollen» klingt ausgesprochen plötzlich ziemlich albern. Im besten Fall sorgt die Regel dafür, dass man das Handy bewusster und häufiger mit einem konkreten Ziel nutzt.
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(08.05.2026)


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